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Donnerstag, Juni 20, 2024
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    Verstärkte türkische Militäraktivitäten gegen kurdische Kräfte und ihre Verbündeten

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    In der Nacht zum Mittwoch kam es zu massiven Luftschlägen der türkischen Luftwaffe auf Ziele im Irak und in Syrien. Die islamistischen Banden, die die Türkei im Krieg gegen die kurdischen Selbstverwaltungsstrukturen nutzt, verstärkten daraufhin ihre Angriffe.

    Am Abend des 1. Februar 2022 wurden über zwanzig Luftangriffe auf die Region Şingal im Irak gemeldet. Dies ist die Heimat der Ezidinnen und Eziden, einem der Völker, die als erstes zu Opfern des IS wurden. 2014 hatten die Truppen des IS die Ezid:innen aus ihrer Heimat vertrieben und unzählige Massaker an ihnen verübt.

    Außerdem wurde das Flüchtlingslager Mexmûr im Irak bombardiert – die dort lebenden Kurd:innen waren in den 1990er Jahren vor dem Terror des türkischen Faschismus in diese Region geflohen. Mittlerweile leben dort über 12.000 Menschen. Zwei von ihnen sind Berichten zufolge getötet worden.

    Auch in den kurdischen Gebieten in Syrien (Rojava) griff der türkische Staat an. Hier wurde unter anderem ein Elektrizitätswerk bombardiert. Vier Soldaten der “Demokratischen Kräfte Syriens” SDF (engl. Syrian Democratic Forces) kamen bei diesem Luftschlag ums Leben.

    Im Laufe des Mittwochs verstärkten die islamistischen Banden, die vom türkischen Militär unterstützt werden, dann ihre Aktivitäten und nahmen mehrere Dörfer in Rojava mit Artilleriefeuer unter Beschuss.

    Als Reaktion auf die Angriffe wurden in kurzer Zeit in zahlreichen europäischen Städten Proteste organisiert. So kam es in größeren Städten in Frankreich und der Schweiz zu Protesten und auch in Deutschland fanden in über 25 Städten Demonstrationen statt.

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