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Sonntag, Mai 19, 2024
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    24.000 auf den Straßen für Solidarität in der Krise

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    Ein breites Bündnis hat für heute, den 22. Oktober, zu regionalen Demonstrationen gegen Krieg und Krise aufgerufen – 24.000 Menschen folgten dem Aufruf. Unter dem Motto #SolidarischerHerbst demonstrierten Gewerkschaften, Umweltverbände und Bürgerbewegungen für eine soziale Energiepolitik. Klassenkämpferische Kräfte ergänzen den solidarischen Herbst um eine Kampfansage zum heißen Herbst.

    Heute haben Demonstrationen in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover und Stuttgart stattgefunden, die unter dem Motto #SolidarischerHerbst eine soziale Politik in der Krise fordern. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Bürgerbewegungen und Umweltverbänden.

    In Berlin sprechen die Veranstalter:innen von 6.000 Teilnehmer:innen, die Polizei schätzt die Zahl deutlich geringer. Hier forderten die Teilnehmer:innen lautstark gezielte Absicherungen für einkommensschwache Haushalte und eine konsequente Umverteilung des Reichtums.

    In Dresden beteiligten sich rund 2.000 Menschen an der Demonstration, auch hier war die zentrale Krise – die Energiekrise – präsent: “Wenn wir jetzt zusammen den Aufbau der Erneuerbaren, Mobilität für alle und Energie-Soforthilfen für jeden, der es braucht, finanzieren, schaffen wir gemeinsam den Aufbruch zu einer gerechten und sicheren Gesellschaft.”, erklärt Greenpeace- Klimaexpterin Marissa Reiserer dort.

    Einigen Teilnehmer:innen gehen die Forderungen nach Soforthilfen nicht weit genug. Sie betonen, dass Krisen System haben und sich wiederholen – und fordern deswegen eine Absicherung der Arbeiter:innen durch die “Automatische Anpassung aller Löhne, Renten und Sozialleistungen an die Preisentwicklung! Sofortige Erhöhung der Grundsicherung auf 850€!”, wie z.B. das Bündnis “Nicht auf unserem Rücken”.

    In Düsseldorf kamen rund 4.000 Menschen zum Protest zusammen. Auf der Demonstration waren auch klassenkämpferische Organisationen präsent. Z.B. erklärt Jonas aus dem Block von Nicht auf unserem Rücken: “Wir tragen eine klassenkämpferische Perspektive auf die Straße und richten eine klare Kritik an die Ampelregierung: Wir nehmen nicht hin, dass die Krise auf dem Rücken der Arbeiter:innen ausgetragen wird, während es für Konzerne ein Geschenk nach dem nächsten gibt.” Die Strecke durch Düsseldorf führte auch entlang einer Filiale der Deutschen Bank. Eine Parole wurde hier besonders laut: “An jedem Krieg in jedem Land verdient am Schluss die Deutsche Bank!”

    Auch die Demonstration in Frankfurt am Main führte mitten durch das Bankenviertel: “Brecht die Macht der Banken und Konzerne!”, riefen die rund 5.000 Demonstrant:innen. Am selben Tag fand die “Demonstration for Democracy statt”, von der sich das Bündnis klar abgrenzte: Im Gegenteil zu den teils rechten Forderungen aus dem Umfeld der Querdenker:innen fordere man Lösungen, welche die Menschen tatsächlich schützten.

    https://twitter.com/iLfrankfurt/status/1583785954816724992/photo/1

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