Die Eskalation des Konflikts zwischen den verschiedenen imperialistischen Mächten setzt sich immer weiter fort. Nach zuletzt zwei Militärübungen unter deutscher Beteiligung beginnt nun eine Nuklear-Übung der NATO.

Die Aufrüstung ist in vollem Gange. Die Bundeswehr hat erst vor kurzen an zwei europäischen Militärübungen partizipiert. Eine davon fand auf Kreta statt, die andere in Estland. Beide Übungen wurden dabei an kritischen Punkten positioniert. Estland grenzt an die Russische Föderation, während die griechische Insel Kreta nahe der Grenze zur Türkei liegt.

Kriegsvorbereitungen in Europa laufen auf Hochtouren

Die Übung auf Kreta endete am 12. Oktober. Die Übung in Estland ist noch in vollem Gange. So wurde am Montag ein Manöver im Hafen von Tallinn durchgeführt. Unverblümt werden auch Waffen getestet, die das „gegnerische Führungspersonal bekämpfen“ sollen.

Nuklearübung in Europa

Die beiden Militärübungen wirken allerdings klein im Gegensatz zu einem anstehenden jährlichen Manöver: Die NATO hatte anscheinend schon vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine eine große Militärübung geplant.

Hier soll die nukleare Abschreckung in Westeuropa trainiert werden. Allem voran geht es hierbei um den geheimen Transport der nuklearen Munition zum jeweiligen Abwurf- beziehungsweise Abfeuergerät. Die US-amerikanischen nuklearen Sprengköpfe sind dabei vor allem in Italien, Türkei, den Niederlanden, Belgien und in Büchel (Rheinland-Pfalz) stationiert.

Das Manöver soll bis zum 30. Oktober 2022 laufen und eine „wiederkehrende, routinemäßige Trainingsaktivität“ sein. Derzeit wird über dem Luftraum von Belgien und Großbritannien trainiert.

„Wir müssen verstehen, dass das entschiedene, berechenbare Verhalten der NATO unsere militärische Stärke, der beste Weg ist, um Eskalationen zu verhindern“, versuchte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Militärübung „Steadfast Noon“ zu rechtfertigen, an der 14 Staaten teilnehmen – natürlich auch die BRD.

Doch nicht nur die USA und ihre Verbündeten proben Angriffe mit Atomwaffen. Auch Russland und seine Bündnispartner planen eine Nuklearübung.


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