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Donnerstag, April 18, 2024
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    Deutschland entkommt Rezession scheinbar knapp

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    Waren die Prognosen bisher sehr düster, hellen sie sich nun etwas auf. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland dürfte leicht steigen. Der Lebensstandard der Menschen sinkt jedoch weiterhin.

    Noch im November war die EU-Kommission davon ausgegangen, dass Deutschland 2023 in einer Rezession stecken würde. Jetzt hat sie ihre Prognose korrigiert und spricht von einem leichten Plus von 0,2 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). Vor drei Monaten war sie noch von einem Minus von rund 0,6 Prozent ausgegangen.

    Vor allem bei den großen Unternehmen knallten zuletzt die Korken. Nach dem Rekordgewinn von 129 Milliarden Euro im vorvergangenen Jahr dürften die im DAX notierten größten deutschen Konzerne im abgelaufenen Jahr mit 120 Milliarden Euro das zweitbeste Ergebnis der deutschen Wirtschaftsgeschichte erzielt haben.

    Auch weltweit dürfte eine Rezession abgewendet worden sein. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Quartalsprognose des Münchner Ifo-Instituts und des Instituts für Schweizerische Wirtschaftspolitik hervor. Die Forschungseinrichtungen gehen davon aus, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt im Schnitt um 2,8 Prozent wachsen werde.

    Wirtschaftskrise: Stagnation, Handelskrieg und Kriegsvorbereitung

    „Der Blick auf die einzelnen Erdteile offenbart große Unterschiede“: Während besonders arme Teile der Welt stark wachsen, etwa Ostafrika mit 8,0 Prozent, Südostasien mit 4,7 Prozent, Zentralafrika mit 4,7 Prozent und Westafrika mit 5,2 Prozent, stagnieren die Länder Nordamerikas und Europas. „Ohne diese wachstumsstarken Regionen läge die erwartete Wachstumsrate für die Welt im laufenden Jahr bei lediglich 1,7 Prozent“, heißt es in dem Bericht. Mit 0,1 Prozent Wachstum des BIP in Osteuropa und 0,7 Prozent in Westeuropa können weite Teile des Kontinents kaum ernsthaft wachsen.

    Massenentlassungen und Preisexplosion

    Zwar entkommen die Weltwirtschaft und auch Deutschland der Rezession und retten sich in eine schwankende Stagnation, doch für das Leben der Menschen hat dies keine positiven Auswirkungen. Die Teuerungsraten bleiben hoch, die Massenentlassungen gehen weiter.

    Tech-Konzerne: Massenentlassungen gehen weiter

    Erst in jüngster Zeit haben einige große Unternehmen angekündigt, dass sie versuchen würden, durch Massenentlassungen höhere Gewinne zu erzielen. Dazu gehören auch große Technologiekonzerne wie SAP oder jetzt auch Vodafone. Der Telekommunikationsriese kündigte an, jede zehnte Stelle im Unternehmen streichen zu wollen.

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