`
Donnerstag, Februar 29, 2024
More

    Taiwan in Alarmbereitschaft – NATO sucht nach Bündnispartner:innen im Pazifik

    Teilen

    Taiwan aktiviert Raketenabwehrsysteme, lässt Kampfjets aufsteigen und alarmiert die Marine. Grund sind 34 chinesische Militärflugzeuge und neun Schiffe, die in die inoffizielle Pufferzone zwischen China und Taiwan vorgedrungen sind.

    Die Lage im westlichen Pazifik spitzt sich weiter zu. Erst am vergangenen Freitag gab Mike Minihan, der führende General der US-Luftwaffe, in einem Memo seinen Kommandeur:innen Anweisungen, sich auf einen Krieg mit China 2025 vorzubereiten. So betont er unter anderem, er wolle ein „agiles“ Team vorbereiten, dass „bereit ist, innerhalb der ersten Inselketten zu kämpfen und zu gewinnen.“

    General der US-Luftwaffe: Krieg mit China 2025 wahrscheinlich – US-Außenminister droht Iran mit Militärschlag

    Auch die Vorbereitungen von Seiten Chinas auf einen bevorstehenden Krieg laufen auf Hochtouren. Am Dienstag führte das chinesische Militär weitere Übungen durch, um eine Invasion auf Taiwan zu proben.

    Neben der Reaktion Taiwans, das eigene Militär in Alarmbereitschaft zu setzen, ordert das Land unter anderem weitere Militärgüter von den USA und erhöht die Wehrpflicht von vier Monaten auf ein ganzes Jahr.

    Des Weiteren betont der de-facto-Botschafter Taiwans, Bi-khim Hsiao, in Washington, darüber hinaus sowohl Reservist:innnen als auch die Zivilbevölkerung kampffähig machen zu wollen. Er vergleicht dabei die Lage Taiwans mit derjenigen der Ukraine, in der „die ganze Bevölkerung gegen Russland kämpft“.

    Auch die NATO bereitet sich auf einen Krieg im Pazifik vor

    So betonte der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gestern, wie wichtig die enge Zusammenarbeit mit Partner:innen im West-Pazifik sei. Laut Stoltenberg könne Europa nicht ignorieren, was in Ost-Asien passiert, da die globale Sicherheit auf dem Spiel stehe, so der NATO- Generalsekretär während seines Besuchs in Japan. Er sieht die „mehr und mehr autoritäre Macht“ Chinas als Bedrohung für Ost-Asien, aber auch für Europa.

    Zuvor besuchte Stoltenberg Süd-Korea. Ziel seiner Reise: eine Intensivierung der Zusammenarbeit der NATO mit den beiden Ländern, um Einfluss in der Region und Verbündete gegen China und Russland zu gewinnen.

    Mao Ning, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, kritisiert das Vorhaben des Generalsekretärs: „Einerseits betont die NATO, ihre Position als regionales Verteidigungsbündnis beizubehalten, während sie andererseits immer wieder gegen traditionelle Verteidigungszonen verstößt und ihren militärischen Einfluss im West-Pazifik zunehmend verstärkt.“

    Krieg in Taiwan als Auslöser eines dritten Weltkriegs?

    All diese Ereignisse lassen auf eine deutliche Eskalation der ohnehin aufgeladenen Situation in Taiwan schließen – bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Großmächte der Welt bringen sich vor diesem Hintergrund in Stellung und bilden Bündnisse, um strategisch gut vorbereitet zu sein.

    Sollte die Lage im West-Pazifik eskalieren, ist das Risiko, einen dritten Weltkrieg auszulösen, unübersehbar: Schon im Mai vergangenen Jahres versicherte Joe Biden, die USA würden für Taiwan in den Krieg ziehen.

    US-Präsident Biden: USA würden für Taiwan in den Krieg ziehen

    Dies würde eine direkte militärische Auseinandersetzung zwischen den Lagern China und Russland auf der einen und den USA gemeinsam mit der NATO auf der anderen Seite bedeuten.

    Mehr lesen

    Perspektive Online
    direkt auf dein Handy!

    Weitere News