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Freitag, Februar 23, 2024
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    Windows 10 ab 2025 nur mit Abonnement sicher benutzbar

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    Microsoft hat eine neue Version von Windows auf den Markt gebracht. Um die Nachfrage dafür anzukurbeln, werden Sicherheitsupdates für Windows 10 zukünftig vermutlich kostenpflichtig. Wer kein angreifbares Betriebssystem benutzen möchte, muss demnach entweder ein jährliches Abonnement zahlen – oder sich eben Windows 11 holen. Doch es gibt auch sichere Open Source-Alternativen.

    Microsoft hatte schon vor einigen Jahren Windows 11 eingeführt. Dies wurde entgegen der Behauptung gemacht, „Windows 10 sei die letzte Version“. Jetzt hat Microsoft in einem “Support Dokument” angekündigt, dass Windows 10 ab dem 14. Oktober 2025 nur mit einem jährlichen Abonnement mit den wichtigen Sicherheitsupdates versorgt wird.

    Was heißt das für die Benutzer?

    Details zu den Preisen dieses Abonnements sind noch nicht bekanntgegeben. Jedoch steht somit fest, dass Nutzer:innen von Windows 10 drei Optionen haben: a) Aufrüsten auf Windows 11, was bei vielen bedeuten würde, sich neue Geräte oder Einzelteile besorgen zu müssen. b) Das jährliche Abonnement zu bezahlen für ein System, das vorher kostenlos nutzbar war. Und als letzte Möglichkeit bleibt mit c), Windows 10 weiter nutzen und sich in einer Zeit steigernder Cyberkriminalität ungeschützt deren Gefahren auszusetzen.

    Wie kommt es dazu, dass es keine Alternative zu geben scheint?

    Microsoft hat sich über die Jahrzehnte der immer stärkeren Digitalisierung eine Monopolstellung im Bereich der Betriebssysteme gesichert. Diese Stellung weiß Microsoft zu nutzen und zu verteidigen. So hatte es das Unternehmen geschafft, sich innerhalb von kürzester Zeit mit dem Internet Explorer für viele Jahre ein Browser-Monopol aufzubauen.

    In der Anfangsphase des Internets hat es durch seine Vormachtstellung alle kostenpflichtigen Konkurrenten vom Markt verdrängt. Als weiteres Beispiel für die Macht von Microsoft dient der Versuch der USA unter der Trump-Regierung, Microsoft den Kauf der App TikTok zu ermöglichen.

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    Welche Alternativen gibt es?

    Innerhalb des BigTech-Markts scheint es so, als gäbe es keinen Lichtblick. Um ein Monopol zu umgehen, müssen Arbeiter:innen derzeit meistens wiederum ein anderes unterstützen. So müsste man beispielsweise Apple unterstützen, um Windows nicht mehr zu benutzen, oder Google, um den Edge-Browser zu umgehen.

    Dennoch gibt es auch Alternativen, welche für alle kostenlos zu Verfügung stehen. Die Open Source-Community hat schon die unterschiedlichsten Lösungen parat: Mit Linux Mint und Ubuntu z.B. gibt es benutzerfreundliche Betriebssysteme für den allgemeinen Gebrauch. Und für die Gaming-Community gibt es sogar das auf Linux basierende Betriebssystem SteamOS.

    Unter den Browsern hat sich Firefox als Open Source-Projekt als Konkurrent zu BigTech etabliert. Auch wenn es einige dieser genannten und nicht genannten Alternativen nicht immer schaffen, dieselbe Qualität zu liefern, die von den Monopolen zu erwarten sind, bieten sie einen alternativen Weg, der umso besser wird, je mehr Leute sich aktiv an ihm beteiligen – ohne dass die Notwendigkeit besteht, regelmäßig Geld an die Monopole zu zahlen.

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