Hunderte Milliarden entgehen den europäischen Staaten jährlich aufgrund von Steuerhinterziehung. Die Lage hat sich seit 2009 nur leicht verbessert.

825 Milliarden Euro – soviel wurde in der EU im Jahr 2015 laut einer Studie der University of London an Steuern hinterzogen. Würde man dieses Geld in 100€-Scheinen stapeln, wäre der Turm rund 1.500 Kilometer hoch.

Gegenüber 2009 soll sich die Steuerhinterziehung etwas verringert haben, damals waren es noch rund eine Billion Euro. Doch der Leiter der Studie, der britische Professor Richard Murphy, schränkt die Aussagekraft dessen bereits selbst ein: „Die meisten Steuerdaten taugen nichts“, so Murphy. Außerdem handle es sich nur um Schätzungen.

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Trotz der Milliarden an hinterzogenen Steuern kommt Murphy zu der überraschenden Einschätzung, dass die EU „die effektivste internationale Institution im Kampf gegen Steuerbetrug“ sei. Denn seiner Meinung nach seien OECD, der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die Weltbank noch anfälliger für Lobbyverbände.

Die meisten Steuern werden laut Studie in Italien hinterzogen: Hier sind es rund 190 Milliarden Euro pro Jahr. Kurz darauf folgt bereits Deutschland mit immerhin 125 Milliarden, bald gefolgt von Frankreich mit 117 Milliarden.

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