Im „Kreuz-Netzwerk“ haben sich seit Jahren rechte Elite-Soldaten und Polizisten auf die Ermordung politischer GegnerInnen und eine faschistische Machtübernahme vorbereitet. Neue Recherchen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) belegen nun auch Verbindungen zur Gruppe „Combat 18“. Sowohl der NSU als auch der mutmaßliche Mörder des CDU-Politikers Walther Lübcke haben wahrscheinlich als Teil dieses rechtsterroristischen Netzwerks gemordet.

In den letzten zwei Jahren wurden mehrere Terror-Zellen innerhalb des „Kreuz-Netzwerks“ aufgedeckt:

  • Eine Gruppe rund um den Oberleutnant Franco A. Dieser hatte konkrete Anschläge auf PolitikerInnen und anti-rassistische AktivistInnen geplant. Daneben hatte er sich als Flüchtling registrieren lassen, um die Attacken anschließend Geflüchteten in die Schuhe zu schieben. Innerhalb des „Kreuz-Netzwerks“ war Franco A. Teil der Untergruppe „Südkreuz“.
  • Eine Terror-Zelle, in deren Zentrum der Kriminalkommissar und AfD-Politiker Haik J. sowie der Anwalt und ehemalige FDP-Politiker Jan-Hendrik H. stehen. Diese hatten eine Todesliste mit mehr als 5.000 Namen angelegt, auf der öffentliche FunktionsträgerInnen, JournalistInnen und etwa hundert PolitikerInnen standen, die meisten von ihnen aus Mecklenburg-Vorpommern. Einige Informationen stammten aus Polizei-Datenbanken. Die rechten „Prepper“ waren Teil dieser Untergruppe „Nordkreuz“.
  • Eine Gruppe um den ehemaligen Elite-Polizisten Marco G. mit dem Namen „Vier Gewinnt“. Die vier Männer sollen nicht nur illegal Munition beiseite geschafft haben sondern wollten auch 200 Leichensäcke und Ätzkalk bestellen. Auch „Vier gewinnt“ war Teil von „Nordkreuz“.

Die Chat-Gruppen, über die innerhalb des „Kreuz-Netzwerks“ kommuniziert wurde, wurden unter anderem durch die ehemaligen Elitesoldaten des „Kommandos Spezialkräfte“, André S. (alias „Hannibal“) sowie Robert P. (alias „Petrus“), geleitet. Beide waren auch V-Männer des „Militärischen Abschirmdienstes“ MAD, des Militärgeheimdienstes  der Bundeswehr.

Verbindungen zu „Combat 18“

Doch das „Kreuz-Netzwerk“ steht innerhalb der rechten Bewegung nicht alleine da: Neue Recherchen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) belegen weitere Verbindungen zum verbotenen neonazistischen „Blood&Honour“-Netzwerk und dessen bewaffnetem Arm „Combat 18“ – der „Kampfgruppe Adolf Hitler“.

Ein Westkreuz-Mitglied wiederum ist Arzt und war früher Fallschirmjäger in der Bundeswehrkaserne in Altenstadt. Drei der Söhne des Arztes sind laut RND-Recherchen tief in die rechte Szene zwischen Nordhessen, Süd-Niedersachen und Thüringen verstrickt, einer sei mit einer Tochter von Götz Kubitschek liiert, dem „politischen Kopf“ der Neuen Rechten.

Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft?!?