Nach dem Schlachtbetrieb in Coesfeld ist nun ein Heinsberger Paketzentrum ein neuer Covid-19 Hotspot. Während das Sozialleben höchst eingeschränkt stattfindet, stellen sich Betriebe als Infektionsherde heraus. Im Fall der dpd-Zentrale müssen 400 ArbeiterInnen 14 Tage in Quarantäne gehen.

Eine Karnevalsparty hatte dem Kreis Heinsberg zu undankbarer Berühmtheit verholfen. Sie gilt als Ursprung der Verbreitung, die im nordrheinwestfälischen Kreis besonders hoch und damit Grundlage für die „Heinsberg-Studie“ war.

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Parties finden schon lange nicht mehr statt und – obwohl das Sozialleben auch in diesem Landkreis rigoros eingeschränkt ist – hat sich ein neuer Hotspot entwickelt: In einem Hückelhovener Paketzentrum sind 80 ArbeiterInnen infiziert. Jetzt müssen 400 ArbeiterInnen sich zwei Wochen lang in Quarantäne begeben.

Der Landrat Stephan Pusch (CDU) beurteilt die Infektionen als lokales Ereignis. Zunächst sei wichtig, die Kontaktpersonen nachzuvollziehen.

ArbeiterInnen setzen Infektionsschutz durch

Private Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen werden derzeit mit hohen Bußgeldern geahndet. Das gilt auch für die ArbeiterInnen, die nach wie vor täglich in ihren Betrieben sind und dort keine Maßnahmen einhalten können. Dabei haben sich Arbeitsplätze vielerorts als die Orte entpuppt, an denen Infektionen trotz Kontaktbeschränkung stattfinden.

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Schon zu Beginn der Maßnahmen haben deswegen in einigen Betrieben die Beschäftigten selbst Maßnahmen durchgesetzt oder durch Streiks eine Schließung erzwungen.


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