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Freitag, März 1, 2024
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    Weltweite Militärausgaben auf Rekordniveau: Die Welt rüstet weiter auf

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    Laut dem Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) haben die weltweiten Militärausgaben einen neuen Rekordstand erreicht: 2,2 Billionen Dollar wurden im vergangenen Jahr für Rüstungsgüter ausgegeben.

    Das Forschungsinstitut “SIPRI” stellt fest, dass über zwei Billionen Dollar 2022 weltweit für Kriegswaffen aller Art ausgegeben wurden, was einem Anteil von 2,2% der weltweiten Wirtschaftsleistung entspricht.

    Die USA, China, Russland, Indien und Saudi-Arabien spielen hierbei eine tragende Rolle. Sie allein decken 63% der globalen Produktion ab. Rechnet man Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Südkorea und Japan hinzu, so ergibt sich ein Produktionsanteil an allen Rüstungsgütern weltweit von 75%.

    Platz 1 nehmen weiterhin die USA mit 39% der weltweiten Ausgaben (877 Milliarden Dollar) ein. China (13%, 292 Milliarden Dollar) und Russland (3,9%, 86,4 Milliarden Dollar) stehen auf Platz 2 und 3. Deutschland hat einen weltweiten Anteil von 2,2% und Ausgaben von 55,8 Milliarden Dollar, bei denen die 100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr erst in den kommenden Jahren einberechnet werden. Deutschland belegt damit wie im Vorjahr Platz 7.

    Ein Jahr Zeitenwende: Deutschland auf Kriegskurs

    Auf Grund des Kriegs in der Ukraine wurden die Ausgaben in Rüstungsgüter enorm gesteigert: Wurden 2013 noch 1,6% des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Ukraine für Waffen ausgegeben, so waren es 2022 bereits 34%.

    Durch den Krieg in der Ukraine hat sich zudem der Anteil der Militärausgaben in der Region „Osteuropa“ im Zeitraum von 2021 – 2022 insgesamt um 58% erhöht. Zum Vergleich: In der Region „Zentralasien“ hat sich der Anteil, laut SIPRI, um 29% verringert. Weltweit stieg er hingegen um 3,7 Prozentpunkte an.

    Ein letzter Vergleich zeigt, wie viel die einzelnen Länder, bezogen auf ihr BIP für ihr Militär ausgeben: Die Ukraine (34%) steht auf Platz 1. Saudi-Arabien (7,4%), Israel (4,5), Russland (4,1%), die USA (3,5%) und Indien (2,4%) folgen auf den je nächsten Plätzen.

    Die Bundesrepublik Deutschland gibt 1,4% ihres Bruttoinlandsprodukts für die Bundeswehr aus und erfüllt damit nicht die Vorgaben der NATO, sie auf 2% zu erhöhen. Sollten die Ausgaben an die Vorstellungen der NATO angepasst werden, so würde Deutschland zum No. 1-Waffenkäufer in Europa werden.

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