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Mittwoch, April 17, 2024
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    Vorbereitungen auf neue Lockdowns

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    Im Angesicht steigender Corona-Infektionszahlen werden die Forderungen nach einem neuen Lockdown lauter. Erste Landkreise in Deutschland sind betroffen, ebenso wie europäische Nachbarländer.

    Der bayrische Landkreis Berchtesgardener Land ist bundesweit der erste, in dem es zu einem neuen Lockdown gekommen ist. Ab Dienstag Mittag gelten dort nun verschärfte Ausgangsbeschränkungen, wie sie bundesweit für einige Wochen im Frühjahr bestanden.

    Schulen und Kitas bleiben ebenso wie Restaurants geschlossen und das Verlassen der eigenen Wohnung ist wieder nur aus „triftigem Grund“ gestattet. Alle Veranstaltungen sind untersagt – mit einer Ausnahme: Gottesdienste. Die Beschränkungen gelten zunächst nur für zwei Wochen.

    Der zwischenzeitlich ebenfalls selbst auf Corona positiv getestete Gesundheitsminister Jens Spahn betonte gestern morgen, dass solche Maßnahmen auch in anderen Kreisen denkbar seien, hielt aber an einem lokalen und regionalen Ansatz fest.

    Der Ansatz, sich hauptsächlich auf die Kontaktverfolgung zu konzentrieren gerät dabei immer mehr in Kritik. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci bezeichnete das Infektionsgeschehen als „diffus“. Nur noch acht Prozent der Infektionen seien klar einem bestimmten Ausbruchsherd zuzuordnen. Hieraus würden sich Lockdowns als nächster logischer Schritt ergeben.

    Die Zahl der festgestellten Neuinfektionen in Deutschland an einem Tag ist mit 11.287 auf einen neuen Rekordwert geklettert.

    In Europa befinden sich unterdessen nun Irland und Tschechien im Lockdown. In Slowenien wird über die baldige Einführung einer solchen Maßnahme spekuliert. Auch hier sind die Maßnahmen zunächst als befristet angekündigt und die Regierungen rechnen sich Chancen aus, die Lage damit schnell unter Kontrolle zu bringen.

     

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