#fragendiefehlen – ein Kommentar von Tim Losowski

Das TV-„Duell“ zwischen der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem „Herausforderer“ Martin Schulz (SPD) hat gezeigt: diese Politiker haben mit uns nichts zu tun. Zentrale Themen, die unsere Lebensbedingungen direkt betreffen, kamen nicht vor:

Viele weitere Fragen finden sich unter dem Twitter-Hashtag #fragendiefehlen .

Wer hätte diese Fragen stellen können? Wenigstens eine/r der vier (!) JournalistInnen. Warum taten sie es nicht? Claus Strunz (SAT.1, l-r), Sandra Maischberger (ARD), Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) gehören zur gleichen Kaste wie Merkel und Schulz auch.  Es ist davon auszugehen, dass jeder mehr als eine Million Euro im Jahr verdient [1, 2 ,3] – und damit mehr als zwanzig Mal soviel wie ein/e durchschnittlicher Deutsche/r. Sie kennen unsere Probleme genauso wenig wie Schulz und Merkel.

Diese Filter-Blase können wir nur selbst zum Platzen bringen – mit einer eigenen Presse, die wir selbst – für uns selbst – schaffen.