Gabriel besucht Kurden im Irak. Deutschland will vorerst keine weiteren Waffen liefern.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat am vergangenen Donnerstag den Irak und die Autonome Region Kurdistan (KGR) im Norden des Landes besucht. Gabriel betonte die Wichtigkeit der militärischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der kurdischen Regionalregierung unter Massud Barzani. „Der Kampf der Peschmerga gegen den Islamischen Staat verteidigt zugleich die Sicherheit Deutschlands“, so Gabriel.

Rund 140 deutsche Soldaten sind in Erbil stationiert, um die kurdischen Peschmerga für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ auszubilden. Deutschland hat dazu auch viele Waffen an die Peschmerga geliefert, unter anderem 20.000 Sturmgewehre, 400 Panzerfäuste, 1.200 Panzerabwehrraketen, sowie gepanzerte Fahrzeuge.

Massud Barzani bedankte sich zwar für die deutschen Waffenlieferungen, betonte aber, dass diese nicht ausreichen würden, um den „Islamischen Staat“ zu besiegen. Gabriel erteilte zusätzlichen Waffenlieferungen jedoch eine klare Absage.

Anfang März kam es zu mehreren Toten, als mit Barzani verbundene Milizen – mit deutschen Waffen ausgestattet –  jesidische Selbstverteidigungseinheiten in Schengal angriffen.