Zahl der Faschisten mit Waffenschein seit 2014 stark gestiegen. Schießtraining im Ausland.

Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Martina Renner von der Partei „DIE LINKE“ besitzen bundesweit 750 Personen, die vom Innenministerium als „rechtsextrem“ eingestuft werden, einen Waffenschein. Die Zahl der legalen Schusswaffen-Besitzer aus der rechten Szene ist der Antwort zufolge stark gestiegen. 2014 sollen noch rund 400 Faschisten eine solche Erlaubnis besessen haben. Den deutschen Behörden liegen zudem Erkenntnisse vor, dass deutsche Faschisten im vergangenen Jahr mindestens zwölf Mal zu Schieß- und Wehrsportübungen ins Ausland gereist sind.

Im Jahr 2016 hat sich dem Bericht zufolge die Zahl der Angriffe mit Waffen auf Geflüchtete, Unterkünfte und Helfer im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. In 79 Fällen wurden bundesweit Menschen oder Einrichtungen mit Pistolen, Gewehren, Gas- und Schreckschusswaffen angegriffen. Im Jahr 2015 zählten die Behörden noch rund 30 Angriffe, bei denen Schusswaffen eingesetzt wurden.