Der Internet-Finanzanbieter „PayPal“ hat ein Spendenkonto der sogenannten „Identitären Bewegung“ eingefroren.

Das dort gesammelte Geld sollte dafür verwendet werden Rettungsaktionen von Geflüchteten auf dem Mittelmeer zu vereiteln.

Die „Identitäre Bewegung“ hatte vor, ein Schiff zu mieten und sich damit dann auf dem Mittelmeer den Rettungsarbeiten der Nichtregierungsorganisationen (NRO) in den Weg stellen. Sie planten aktiv die Rettung von Menschen in Seenot zu verhindern. So wurden in den letzten drei Wochen 63.000 Euro gesammelt, mit denen man versuchte, ein Schiff zu mieten. Das hat laut Angaben der „Identitären Bewegung“ jedoch wegen der negativen Berichterstattung über dieses Vorhaben nicht funktioniert.

Jetzt gibt Martin Sellner, ein führender Kopf der „Identitären Bewegung“ in Österreich, über Twitter bekannt, dass das Spendenkonto von „PayPal“eingefroren wurde. Zu diesen Thema speziell wollte Sabrina Winter, die Pressesprecherin des Unternehmens, zunächst nichts sagen, fügte aber in einem Interview hinzu: „Unsere Richtlinien untersagen es, dass die PayPal-Dienstleistungen genutzt werden, um Zahlungen oder Spenden für Organisationen zu empfangen, die Hass oder Gewalt unterstützen“.

„Wir stellen uns ihren Booten in den Weg und verteidigen Europa!“, so schreibt die Identitäre Bewegung in ihrem Spendenaufruf. Auch schreiben sie, man würde bei wirklich bestehender Gefahr oder einem Schiffbruch die blockierten Schiffe wieder fahren lassen. Dass dabei Zeit verloren geht, wichtige Minuten, die den Menschen, die oft nicht schwimmen können, das Leben retten könnten, liegt nahe.

Allein dieses Jahr konnten schon 6000 Menschen von Küstenwachen und freiwilligen HelferInnen aus dem Mittelmeer gerettet werden. Letztes Jahr fanden mehr als 5000 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer den Tod, dieses Jahr sind es schon mehr als 1000 Menschen.