Welche setzt sich durch?

Zur Finanzierung der Parteiarbeit ist die faschistische Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) auf Spenden und Fördergelder angewiesen. Mit dem Einzug in den Bundestag erhielt sie die Berechtigung, durch parteinahe Stiftungen finanzielle Zuwendungen in zweistelliger Millionenhöhe zu beantragen. Reiche Gönner scheint es genug zu geben, allerdings scheuen sie sich, die rechte Partei direkt zu unterstützen, um namentlich nicht in Verruf zu geraten.

Streitpunkt: Stresemann oder Erasmus?

Die Partei ist sich allerdings uneins, welche Stiftung zur ‚offiziellen‘ Stiftung werden soll. Ein Flügel in der AfD verfolgt eine offen faschistische Politik, während der andere sich als „wirtschaftlich liberal-konservativ“ darstellen will. Daraus ergibt sich ein interner Machtkampf. Die beiden Stiftungen, die favorisiert werden, sind die „Desiderius-Erasmus-Stiftung“ und die „Gustav-Stresemann-Stiftung“. Je eine Ausrichtung der AfD bevorzugt eine der beiden Stiftungen. So setzt sich Fraktionschefin Alice Weidel für die Erasmus-Stiftung ein, ihr Parteikollege Gauland versucht, von der Stresemann-Stiftung zu überzeugen.

Beide Optionen öffentlich umstritten

Auffällig sind Verstrickungen der Stresemann-Stiftung mit zahlreichen offen faschistischen Unterstützern. Sollte die AfD sich für diese Stiftung entscheiden, tritt sie in die Fußstapfen der Partei „Die Freiheit“, für deren Finanzierung die Stresemann-Stiftung ursprünglich angedacht war. Auch die faschistische Initiative „Einprozent“ hat Finanzspritzen angekündigt, sollte die AfD diese Stiftung wählen. 

Kritiker von außen halten der AfD vor, dass sie mit der „Erasmus-Stiftung“ den Namen des Humanisten und Philosophen für ihre Zwecke missbrauche, obwohl er zeitlebens gänzlich andere Ideale vertrat: Er galt als als weltoffen und tolerant.

Der Vorzug der Erasmus-Stiftung für die AfD ist offensichtlich: sie hat bereits einen großen, gut vernetzten und wohlhabenden Spenderkreis, dessen Mittel der Partei sicher wären.

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