Die letzten Monate (April, Mai, Juni) waren die wärmsten Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Immer mehr Waldbrände, vor allem in Ostdeutschland.

Waldbrände und massive Ernteausfälle sind die Folge. Die Dürre, die auch durch die Abgase (vor allem der Autoindustrie) verstärkt wird, hat schwerwiegende Folgen für die Natur und den Menschen. Insbesondere Ostdeutschland erlebt derzeit eine der schlimmsten Trockenperioden seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 60 Jahren.

Was sind die Folgen für die dort lebenden Menschen?

Viele Bauern haben bereits Missernten angekündigt und stehen damit vor dem Verlust ihrer Existenz. Die Brände bewegen sich auf alte Fachwerkhäuser zu, die leicht entflammbar sind. So mussten viele Menschen gerade in kleineren Orten Brandenburgs ihre Häuser bereits verlassen und in die Großstädte flüchten.

Wie entstehen die Brände ?

Durch die massive Hitze der letzten beiden Monate und die geringen Regenfälle sind Boden und Bäume zu großen Teilen ausgetrocknet. Dies wurde noch dadurch beschleunigt, dass in den meisten Wäldern Forstwirtschaft betrieben wird, was die Bäume in den Wäldern ihres natürlichen Schutzes beraubt: Durch das viele trockene Holz und die heiße Luft reicht schon ein kleiner Funke, um ein Feuer in einem Wald zu entfachen – binnen Minuten kann er in einem trockenen Wald zu einem Großbrand führen, der den Lebensraum 1000der Pflanzen und Tiere zerstört. Hinzu kommen die mutwilligen und fahrlässigen Brandstiftungen.

Wo sind die Brände?

Die meisten Brände ereignen sich momentan in Ostdeutschland, dort sind sie besonders in der Lausitz nahe Cottbus zu verorten (Link). Aber auch in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und anderen Regionen Deutschlands gibt es schon bereits kleinere Waldbrände und hier ist die Waldbrand-Gefährdung besonders groß (Link). Eine Ausnahme bilden hier nur kleinere Teile Süddeutschlands, wie z.B im Schwarzwald.

Wie werden die Brände bekämpft?

Die Bekämpfung der Brände gestaltet sich schwierig, da in vielen Gebieten noch Munitions- und Bombenreste aus dem 2. Weltkrieg zu finden sind, die bei der Hitze explodieren und das Leben der Einsatzkräfte gefährden könnten. Gerade in kleineren Städten ist meist nur die Freiwillige Feuerwehr vertreten, der es aber oftmals an Ausrüstung und ausgebildeten Helfern mangelt. In vielen Gebieten wird deswegen versucht, Lösch-Schneisen in die Wälder zu schlagen. Bislang meist ohne Erfolg.

Was sagen Umweltschützer?

Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres musste die Feuerwehr in Brandenburg zu über 200 Waldbränden ausrücken. Im gesamten vergangenen Jahr 2017 waren es „nur“ 138 Feuer. Seit Jahren hält die steigende Tendenz an. UmweltschützerInnen und ÖkonomInnen wie z.B Harald Lesch – bekannter Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator – sind sich deshalb einig: Schuld hieran sei der menschengemachte Klimawandel. Wenn Konzerne wie z.B. RWE weiter massenhaft Wälder abholzten und Unmengen an Treibhausgasen in die Luft schleuderten, werde die Erderwärmung dadurch nachweislich weiter beschleunigt.