Arme Kinder müssen 50 Prozent öfter ins Krankenhaus als reiche Kinder

Armut und geringe Bildung machen krank – das hat eine Studie der Krankenkasse DAK jetzt auch für Kinder festgestellt. Sie sind häufiger von Fettleibigkeit betroffen und müssen öfter ins Krankenhaus. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Kinder von GeringverdienerInnen müssen 50 Prozent öfter ins Krankenhaus als diejenigen aus reichen Haushalten.
    Haben die Eltern keinen Abschluss, muss ihr Kind sogar 70 Prozent häufiger in die Klinik, als die Kinder der Bestausgebildeten.
  • Grundschulkindern von Eltern ohne Berufsausbildung sind 2,5 mal häufiger fettleibig als die von AkademikerInnen.
  • Benachteiligte Kinder leiden zudem fast drei Mal häufiger an Karies.
  • Bei Babys unter einem Jahr ist es besonders krass: hier wird jedes fünfte Kind von Eltern mit geringer Ausbildung mindestens einmal in einer Klinik behandelt. Haben die Eltern promoviert, geschieht das nur halb so oft.

Die Studie basiert auf einer Untersuchung der Abrechnungsdaten von 600.000 Versicherten der Krankenkasse DAK bis 17 Jahre und deren Eltern. Dazu Andreas Storm von der DAK: „Die gesundheitliche Ungleichheit zwischen den Familien ist größer als gedacht. Es gibt nachweislich erhöhte Risiken für benachteiligte Kinder.“