Mehr als 1.000 Einsatzkräfte kämpfen gegen das Feuer, welches durch Raketentests der Bundeswehr in Brand gesetzt wurde.

Seit Anfang September brennt es nun schon im Moor in der Nähe des niedersächsischen Meppen. Bei Übungen der Bundeswehr sei das Moor nach dem Beschuss mit einer Rakete durch einen Hubschrauber in Brand geraten. Das Moor gehört zu einem Übungsgelände der Bundeswehr.

Laut Angaben der Bundeswehr komme es regelmäßig zu solchen Feuern, die jedoch normalerweise schnell durch eigene Feuerwehreinheiten gelöscht werden könnten. Durch den Ausfall eines Bundeswehrlöschfahrzeugs, sei dies hier aber nicht geschehen.

Der Brand weitet sich nun seit mehr als zwei Wochen immer weiter aus. Die lange Trockenzeit, starker Wind und die Beschaffenheit des Moores tragen zur schnelleren Ausbreitung aus. Mittlerweile soll ein Gebiet von mindestens acht Quadratkilometern in Flammen stehen (Link).

Die Rauchwolke wird zum Teil bis in das 130 Kilometer entfernte Bremen und nach Oldenburg geweht. Die Behörden forderten am Dienstag die Bewohner in fast allen Landkreisen im westlichen teil Niedersachsens dazu auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Rauchwolke ist selbst aus einer Höhe von 824 Kilometern aus dem Weltall noch deutlich zu sehen, wie Satellitenaufnahmen zeigen.

Mittlerweile kämpfen mehr als 1.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr gegen den Brand. Da in dem Moorgebiet zahlreiche Munitionsreste und Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg vermutet werden und die Feuerwehrfahrzeuge in dem Moorboden Einsinken würden kann der Brand nur vom Rand des Moores aus und mit Hubschraubern aus der Luft gelöscht werden.

Mehr als 20.000 Liter Löschwasser werden zur Zeit pro Minute in das Moor gepumpt um das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf benachbarte Wälder zu verhindern. Eine Evakuierung umliegender Ortschaften wurde zunächst vorbereitet, bisher jedoch nicht durchgeführt.

Der Naturschutzbund (NABU) rechnet damit, dass durch den Brand bisher 500-900.000 Tonnen CO2 freigesetzt worden sind. Das entspricht etwa einer Menge die 50.000 Menschen in Deutschland in einem Jahr verursachen (Link).

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