Erstmals seit sechs Jahren schließt der Dax mit einem Minus ab. Höchste Verluste seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008.

In den vergangenen Wochen befand sich der deutsche Leitindex Dax auf einer wahren Achterbahnfahrt. Nun steht fest, er schließt mit einem Jahresverlust von 18 Prozent. Damit endet der Index der größten 30 deutschen Börsenunternehmen das erste Mal seit sechs Jahren mit einem Jahresdefizit. Gleichzeitig liegen die Verluste so hoch wie seit der vergangenen Wirtschafts- und Finanzkrise vor zehn Jahren nicht mehr.

Die größten Verlierer sind hier die Wertpapiere der Deutschen Bank mit Verlusten von 56 Prozent und das Chemieunternehmen Covestro mit fast 50 Prozent Kursverlust. Auf dem dritten Platz der größten Verlierer steht der Autozulieferer Continental mit Verlusten von knapp 46 Prozent.

Das größte Plus konnte der neu in den Dax aufgestiegene Konzern für elektronischen Zahlungsverkehr „Wirecard“ mit einem Zuwachs von mehr als 40 Prozent verbuchen. Auch die Aktien von RWE (plus 12 Prozent) und Adidas (plus 9 Prozent) legten zu (Link).

Wie der Dax  fiel auch der MDax, der die 60 größten deutschen Unternehmen umfasst, im Jahr 2018 um insgesamt 18 Prozent. Hier brach die Aktie der Commerzbank mit 54 Prozent am stärksten ein. Die Bank war dieses Jahr nach 30 Jahren aus dem Leitindex Dax geflogen, weil das Unternehmen in den vergangenen Jahren massiv an Wert verloren hatte.

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