Am frühen Freitagmorgen rief der Mitbewohner der jungen Frau die Polizei, weil sie ihn bedroht habe. In der Wohnung verschaffen die Beamten sich Zutritt zu ihrem Zimmer. Die 33-Jährige verstirbt durch einen Schuss in den Oberkörper. Nun gibt es Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung.

Der Fall der 33-jährigen Maria entsetzt Viele, seit die Polizei in einer Pressemeldung bekannt gab, dass die junge Frau bei einem Einsatz durch eine Dienstwaffe getötet wurde. Zu dem Zeitpunkt hatte sie sich in ihrem Zimmer eingeschlossen.

Auf indymedia lautet dazu eine Stellungnahme: „In der Presse wird behauptet, sie wäre eine Bedrohung gewesen. Dabei war sie alleine in ihrem Zimmer eingeschlossen und die vier Polizisten hatten die Tür aufgebrochen. Kurz darauf traf sie eine Kugel tödlich. Maria hatte Multiple Sklerose und wog ca. 45 Kilogramm.“

In ihrem Stadtteil war Maria bekannt, auch ihre psychische Krise. „Dass sie jetzt durch ein vierköpfiges Sturmkommando in Notwehr erschossen werden musste, glaubt niemand, denn ein Anstupsen hätte sie zu Fall bringen können.“ Die AutorInnen des Berichts gehen davon aus, dass Maria antifaschistisch engagiert war. In ihrer Wohnung hingen Antifa-Flaggen.

Nun ermitteln die Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission des LKA wegen vorsätzlicher Tötung. Die Polizeigewerkschaft wünschte dem Polizisten, der geschossen hatte, über twitter „Halt und Stärke“.


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