Die aktuelle Umfrage des Münchner ifo-Instituts zeigt, wie negativ die Unternehmen der deutschen Wirtschaft auf die Entwicklung der ökonomischen Lage in den kommenden Monaten gucken. ExpertInnen zeigen sich überrascht.

Am Montag hat das ifo-Institut die aktuellen Ergebnisse seiner Geschäftsklima-Umfrage bei Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes veröffentlicht. Die Zahlen zeigen erneut einen negativen Trend. Experten hatten mit einem deutlich positiveren Zuwachs gerechnet.

Zwar stieg die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage leicht an, das gesamte Geschäftsklima und die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate gingen hingegen deutlich zurück. Seit Mitte 2018 ist das Geschäftsklima mit einigen Dämpfern auf Talfahrt.

Hoffnung für die Unternehmen schafft eine leichte Erholung der Lage im Verarbeitenden Gewerbe. Hier stieg unter anderem die Kapazitätsauslastung der Unternehmen von 82,6 auf 83,1 Prozent an. Auch der Großhandel guckt optimistischer in die Zukunft, wobei der Einzelhandel weiter schwierige Monate erwartet.

Deutlich zurückgegangen sind die Erwartungen im Dienstleistungssektor und im Bauhauptgewerbe. Im letzten ist die Einschätzung der aktuellen Lage auf einem Tiefststand seit Juni 2018. Mit Blick auf die kommenden Monate wird hier eine weitere Verschlechterung der Lage erwartet.

Auch wenn die Bundesbank bereits ein Ende der wirtschaftlichen Krise angekündigt hatte, zeigen diese Zahlen eher im Gegenteil, dass die Probleme der Industrie nun auch auf andere Bereiche der Wirtschaft durchschlagen.


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