In Brüssel haben circa 50.000 Menschen gegen Corona-Auflagen demonstriert. Dabei kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, in Folge dessen 70 Personen festgenommen wurden und Tränengas sowie Wasserwerfer eingesetzt wurden. Vor Ort waren auch Demonstrierende aus verschiedenen Ländern, darunter deutsche Leitfiguren der Querdenken-Bewegung und zahlreiche Faschist:innen.

In der Hauptstadt von Belgien kamen am Sonntag laut belgischer Polizei rund 50.000 Menschen zu der Demonstration unter dem Motto „Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung“ zusammen. Andere Quellen schätzen die Teilnehmer:innenzahl auf bis zu 70.000 Menschen.

Organisator:innen sind unter anderem die Bewegungen „World Wide Demonstration für Freedom“ und „Europeans United for Freedom“, welche sich gegen die Corona-Maßnahmen in ganz Europa einsetzen. Daher waren auf der Demonstration in Brüssel viele Menschen aus anderen europäischen Ländern, was durch zahlreiche Videos oder verschiedene mitgebrachte Fahnen auf der Demonstration belegt ist.

Auch deutsche Leitfiguren der Querdenken-Bewegung waren vor Ort, wie zum Beispiel der Jurist Markus Haintz oder die Streamer Alexander Ehrlich und Elijah Tee. Im Lauf der Demonstration kam es zu schweren Ausschreitungen, bei denen unter anderem Polizist:innen angegriffen, Barrikaden gebaut und auch die Eingangstür des EU-Außenbeauftragten angegriffen wurden.

Die belgische Polizei reagierte darauf mit Wasserwerfern und Tränengas, insgesamt wurden nach offiziellen Angaben 12 Demonstrierende und drei Beamt:innen verletzt. Ab 15 Uhr wurde die Demonstrationen durch die Polizei aufgelöst.

Wer randalierte in Brüssel?

In den sozialen Medien gab es zur gleichen Zeit Diskussionen darüber, wer bei der Demonstration in Brüssel für die Ausschreitungen verantwortlich sei. Während rechte Politiker:innen und User:innen behaupteten, dass diese Gewalt von vermeintlich linken Demonstrierenden ausging, wurde durch Videoaufnahmen und Fotos von Demonstration eindeutig, dass es sich hierbei um gewaltbereite Faschist:innen und Fußballhooligans handelte. In mehreren Videos wurden einschlägige faschistische Symbole auf den Klamotten der Täter:innen sichtbar, welche keinen Zweifel an der politischen Gesinnung der Menschen dort lassen. Zudem trugen Teilnehmer:innen der Demonstration zum Großteil keinerlei FFP2-Masken.

Zudem wurde über mutmaßliche Aktionen “unter falscher Flagge” diskutiert. So zeigt ein Demonstrationszug zwar einen Block von schwarz Vermummten der die Polizei frontal angreift, in dem auch eine rot-schwarze Fahne der “Antifaschistischen Aktion” zu sehen ist. Spätere Bilder zeigen jedoch wie eben eine solche Fahne verbrannt wird.


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