Rechter Aktivist ein Jahr nach Bombenanschlägen wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Rund ein Jahr nach den Sprengstoffanschlägen auf eine Dresdner Moschee und das städtische Kongresszentrum – am 26. September 2016 – hat die Generalstaatsanwaltschaft Anklage erhoben:

Laut einem Behördensprecher soll sich der mutmaßliche Haupttäter, der seit neun Monaten in Untersuchungshaft sitzt, nun vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Dresden für mehrfachen versuchten Mordes und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion verantworten müssen.

Der 30-jährige Tatverdächtige war bereits vor der Tat als Redner bei den rassistischen und islamfeindlichen Demonstrationen der PEGIDA-Bewegung (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) als Redner aufgetreten und hatte gegen Muslime, Flüchtlinge und Ausländer gehetzt.

Laut Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein gehe man z.Zt. von einem Einzeltäter aus. Die Ermittlungen gegen zwei weitere Verdächtige wurden eingestellt, da ihnen laut Behördenangaben eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden konnte.

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