Belastung entspricht 17 Prozent dessen was PKW‘s und LKW‘s im restlichen Jahr erzeugen

Raketen und Böller gehören für viele Deutschen zum Jahreswechsel dazu. Zwischen 100 und 200 Millionen Euro jagen die Deutschen in die Luft. Neben den schön anzusehenden Explosionen hat dies aber auch einige Nebenwirkungen: Dabei werden laut Angaben des Umweltbundesamts rund 5.000 Tonnen Feinstaub (PM10) frei gesetzt. Das entspricht rund 17 Prozent dessen was PKW‘s und LKW‘s im ganzen restlichen Jahr erzeugen. Das sind immerhin 4% der gesamten Jahresbelastung an Feinstaub.

Somit wird am ersten Tag des neuen Jahres vielerorts soviel umweltschädlicher Feinstaub in die Luft gefeuert wie sonst im ganzen Jahr nicht.

Insgesamt ist Feinstaub eine massive Belastung für die Menschliche Gesundheit: „Die Wirkungen reichen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen“, so das Umweltbundesamt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Feinstaub etwa bei jedem vierten Todesfall aufgrund von Lungenkrebs eine Rolle spielt. Auch bei 15Prozent aller Schlaganfälle ist Feinstaub mit im Spiel.

Umweltschützer schlagen eine professionelle kommunal organisierte und bezahlte Pyro-Show vor. Diese würde die Umweltbelastungen geringer halten. Dies geschieht zum Beispiel in der Stadt Sydney, dessen Feuerwerk im Hafen weltberühmt geworden ist.