Deutscher Werberat verzeichnet einen deutlichen Anstieg an Beschwerden wegen sexistischer und geschlechtsdiskriminierender Werbung.

Die Beschwerden an den Deutschen Werberat haben im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Im Vergleich zu 2016 nahmen die Beschwerden laut der Deutschen Presseagentur (dpa) um 12 Prozent zu. Insgesamt erreichten den Werberat 1389 Beschwerden zu 787 Fällen. Die Zunahme ist vor allem durch vermehrte Beschwerden zu Geschlechterdiskriminierung und Sexismus zu erklären.

So stiegen allein die Beschwerden über geschlechterdiskriminierende Werbung um 18 Prozent überdurchschnittlich stark an (321 Fälle). Doch nur bei rund einem Drittel der Fälle, schloss sich der Werberat der Kritik an und bestätigte die Beschwerden. Hinzu kommen 73 Beschwerdefälle (im Vorjahr 27) auf Grund der stereotypen Darstellung von Frauen. Dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 170 Prozent.

In 135 Fällen teilte der Werberat die Kritik der Beschwerden und stellte einen Verstoß gegen den Werbekodex fest. Daraufhin wurde in 121 Fällen die betreffende Werbung gestoppt oder geändert.

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