Ein Leck in einer Pipeline hatte einen riesigen Ölteppich verursacht – Tote bei Säuberungsversuchen

Ein riesiger Ölteppich liegt vor der Ostküste Borneos, er umfasst derzeit ein Gebiet von mehr als 12 Quadratkilometern. Die BewohnerInnen der Küstengebiete klagen über Atemnot und Übelkeit, ein toter Irawadi-Delfin wurde an die Küste gespült und lässt vermuten, dass auch schwere Umweltschäden verursacht wurden.
Der Verdacht von UmweltaktivistInnen ist durch die indonesische Polizei bestätigt worden: Das Öl ist durch ein Leck in einer Pipeline des staatlichen Energiekonzerns „Pertamina“ in das Wasser gelangt. Um die Insel und sich selbst vor dem Öl zu retten, hatten ArbeiterInnen begonnen, den Ölteppich abzubrennen. Bei diesen Feuern kamen mindestens 5 Menschen ums Leben.

AktivistInnen fordern Transparenz

Pertamina hatte zunächst jedwede Verantwortung von sich gewiesen. Da nun die Schuld eindeutig nachgewiesen wurde, wird das Unternehmen auch zur Beseitigung der Katastrophe herangezogen. Die Raffinerie, von der die Ölkatastrophe ausging, ist die größte des Unternehmens und liegt nahe der Stadt Balikpapan, der einwohnerreichsten Stadt in Ostborneo. Welche Schäden und Risiken der sich ausbreitende Ölteppich für die Menschen und das Ökosystem Borneos mit sich bringen, ist noch ungeklärt.

Wie genau es zu dem Leck kam, wird zur Zeit untersucht. Schon jetzt fürchten AktivistInnen, dass Ermittlungsergebnisse der Öffentlichkeit vorenthalten werden und fordern von den Behörden, die Ermittlungen transparent zu gestalten.

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