Nachrichten werden in Zukunft für personalisierte Reklame gescannt

Vor 3 Jahren kaufte Facebook den Messenger WhatsApp. Nun will der Internet-Konzern Whatsapp profitabler machen – und personalisierte Werbung schalten. Das kündigte der bei Facebook verantwortliche David Marcus an.

In Zukunft soll Werbung etwa in der Status-Funktion des Users angezeigt werden. Das macht Facebook bereits ähnlich bei der Foto-App „Instagram“. Um die Werbung anpassen zu können, werden dafür persönliche Nachrichten und Beiträge auf WhatsApp und Facebook gescannt und zusammengeführt. Dafür ist auch eine Abschwächung der bisherigen End-zu-End-Verschlüsselung von WhatsApp notwendig.

Damit geht der Konzern wohl über den Widerstand der beiden WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton hinweg. Diese standen in heftigen Auseinandersetzungen mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg, da sie Werbung sowie ein Aufweichen der Verschlüsselung verhindern wollten.

Jan Koum verließ das Unternehmen im April, Brian Acton tat dies bereits vergangenen November. Dieser kündigte damals an, 50 Millionen Dollar in den sichereren Messenger-Dienst „Signal“ zu investieren. Außerdem rief er die Menschen auf, Facebook angesichts des „Cambridge-Analytica-Skandals“ zu verlassen.

WhatsApp wird derzeit von rund 1,5 Milliarden Menschen genutzt.