„Globalfoundries“ bemängelt schlechte Auftragslage. MitarbeiterInnen sollen entlassen und dadurch viele Kosten eingespart werden.

Am Dresdener Produktionsstandort für Computerchips des US-Konzerns „Globalfoundries“ soll es zu Entlassungen und Kurzarbeit wegen der großen Unterauslastung des Werkes kommen. Wie viele der 3.500 MitarbeiterInnen betroffen sein werden, hat der Konzern bisher nicht bekannt gegeben. Er appelliert jedoch an die Belegschaft das Unternehmen freiwillig zu verlassen.

„Wir werden das nun mit dem Betriebsrat verhandeln und wollen dies nicht in der Öffentlichkeit diskutieren“, so Standort-Sprecher Jens Drews auf die Anfrage, wie viele MitarbeiterInnen von den Kürzungen betroffen sein werden (Link).

Globalfoundries kämpft nach eigenen Angaben mit der Umstellung von der Produktion alter AMD-Prozessoren auf FDX Chips, die vor allem für das sogenannte „Internet der Dinge“ (IoT) produziert werden, in dem Elektronik zu relativ niedrigen Preisen und geringem Stromverbrauch gefragt sind. 36 Kunden aus aller Welt beliefert der Konzern mit seinen Produkten aus Dresden. Offensichtlich nicht genug.

Gleichzeitig hielt der Konzern weiter an zugesagten Milliarden-Einsätzen in Dresden fest. „Wir werden auch weiter in Dresden investieren“, versicherte Drews.

Dresden und das Land Sachsen sind seit Jahren ein wachsender Standort für Chiptechnologie. Allein in Dresden sollen 1.500 Unternehmen mit 48.000 Beschäftigten in der Branche der Mikroelektronik aktiv sein. In ganz Sachsen sind es rund 2.300 Firmen mit 60.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro (Link).