Letzte Finanzhilfe aus dem Euro-Rettungsschirm wurde an Griechenland überwiesen

Seit dem Jahr 2010 wird der griechische Staat nur mit Hilfe von internationalen Krediten vor der Staatspleite bewahrt. Griechenland hatte die damalige ökonomische Krise, wie andere südeuropäische Länder auch, besonders hart getroffen.

Nun wurde die letzte Hilfszahlung in Höhe von 15 Milliarden Euro vom Euro-Rettungsschirm (ESM) an Griechenland überwiesen. 9,5 Milliarden davon sollen zum Aufbau von Kapitalrücklagen für kommende Krisenzeiten dienen. Die restlichen 5,5 Milliarden werden für laufende Kredite und zu zahlende Zinsen drauf gehen.

Das internationale „Hilfsprogramm“ für Griechenland endet damit am 20. August nach gut acht Jahren. Danach muss der griechische Staat sich und seine Schulden selbst finanzieren. Die Schulden des Staates beziffern sich immer noch auf rund 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Mit der letzten Auszahlung hat Griechenland jedoch einen Kapitalpuffer von rund 24 Milliarden Euro. Dieses Geld soll den griechischen Staat bei einem neuen Kriseneinbruch rund 22 Monate finanzieren können.

Seit Beginn des Hilfsprogramms musste sich Griechenland zu einem gigantischen Spar- und Reformprogramm verpflichten und dieses eins zu eins umsetzen. Massive Privatisierungswellen und Angriffe auf die Rechte der arbeitenden Bevölkerung, der RentnerInnen, der Jugendlichen und MigrantInnen waren die Folge.

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