Auch weltweit extreme Hitzerekorde – Ursache Klimawandel

Der deutsche Sommer 2018 ist bisher der heißeste seit den Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. So wich die Temperatur um 3,6 K im Vergleich zu den Durchschnittswerten von 1961 bis 1990 ab. Auch ist er der trockenste: Noch hat es im Zeitraum April bis Juli so wenig geregnet wie in diesem Jahr. Das geht aus einem Bericht des deutschen Wetterdienstes hervor.

Auch weltweit sieht es nicht anders aus. Meteorologische Extremereignisse, einschließlich Temperaturrekorde und Hitzewellen, Dürren und intensive Starkniederschläge, Waldbrände – überall auf der Welt kommt es zu solchen Ereignissen:

  • Der Juli 2018 war in Finnland, Norwegen und Teilen von Schweden der wärmste Juli seit dem jeweiligen Aufzeichnungsbeginn
  • Großbritannien erlebte die drittlängste Hitzewelle inklusive einem neuen Rekord der Anzahl aufeinanderfolgender Tage mit über 30 °C sowie die trockenste erste Sommerhälfte seit Beginn der Aufzeichnungen
  • Quriyat, an der Nordostküste von Oman gelegen, meldete am 25./26. Juni 2018 eine 24-stündige Minimumtemperatur von 42,6 °C. Obwohl die WMO keine Statistik über höchste Minimumtemperaturen führt, wird angenommen, dass es sich bei der im Oman gemessenen Temperatur um einen neuen Weltrekord handelt.
  • Ouargla in Algerien meldete am 5. Juli 2018 eine Höchsttemperatur von 51,3 °C. Dies ist wahrscheinlich die höchste jemals in Afrika gemessene Temperatur.
  • Furnace Creek im Death Valley in Kalifornien registrierte vom 24. bis 27. Juli 2018 Tageshöchsttemperaturen von 52,8 °C. Hier wurde auch der bisherige offizielle globale Temperaturrekord gemessen: 56,7 °C am 10. Juli 1913. Mit einem Monatsmittelwert von 42,2 °C für Juli 2018 war dies auch der wärmste Monat seit Aufzeichnungsbeginn.

Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdiensts sieht einen direkten Zusammenhang zum kapitalistisch verursachten Klimawandel: „Wir erleben diesen Sommer an vielen verschiedenen Orten der Welt zeitgleich ein gehäuftes Auftreten von Hitzewellen und extremen Starkniederschlägen. Genau eine solche Häufung von meteorologischen Extremereignissen wurde von uns als Folge des anthropogenen Klimawandels prognostiziert.“