Für das kommende Jahr 2019 könnte sich der 8. März als neuer Feiertag für das Land Berlin herausstellen. Die Zustimmung der Grünen steht noch aus.

Die Idee für einen internationaler Frauenkampftag entstand in den USA durch die Sozialistische Partei Amerikas und wurde in Deutschland von der Sozialistin Clara Zetkin aufgegriffen. Am 27. August 1910 schlug sie einen solchen auf einer Konferenz vor, und er etablierte sich als Fest- und Kampftag z.B. in der Sowjetunion, der DDR und auf Kuba. Auch in der Bundesrepublik wurde er von den Sozialdemokratinnen und von den Studentinnen von 1968 begangen. Weltweit gehen seit mehr als 100 Jahren kämpferische Frauen zu Millionen an diesem Tag für ihre Rechte und Interessen auf die Straße. Die Vereinten Nationen entschieden sich ebenfalls dazu, das Datum als „Tag als Rechte der Frau und für den Weltfrieden“ zu deklarieren.

Berlin sucht einen neuen Feiertag

Das Land Berlin, das von der LINKEN, der SPD und den Grünen regiert wird, hat mit nur neun offiziellen Feiertagen die wenigsten arbeitsfreien Tage im Jahr, Bayern hingegen dreizehn. Dies soll für das kommende Jahr angeglichen werden, indem der Internationale Frauenkampftag am 8. März als gesetzlicher Feiertag eingeführt wird (Link).

Nachdem sich die LINKE und die SPD dafür ausgesprochen haben, fehlt nur noch die Zustimmung der Grünen, die am kommenden Samstag einen Parteitag durchführen werden. Deren Entscheidung für die Einführung ist sehr wahrscheinlich, da sich die Fraktion der Grünen bereits im Abgeordnetenhaus dafür ausgesprochen hat.

Die Umsetzung für das Jahr 2019 ist laut Michael Müller (SPD) möglich, könnte in der Planung allerdings knapp ausfallen. Der öffentliche Nahverkehr, Kindertagesstätten oder Schulen bräuchten dafür eine gewisse Vorlaufzeit der Planung.