Nach mehr als einem Monat erreichen die ersten Flüchtlinge aus Honduras und Guatemala die Grenze zwischen Mexiko und den USA

Mehrere tausend Menschen hatten sich Mitte Oktober auf den Weg gemacht, um zu Fuß von Honduras bis in die USA zu laufen, um dort ein besseres Leben zu suchen. Sie fliehen vor Armut, Hunger und Gewalt.

Nun sollen mehrere hundert von ihnen mit Bussen und LKW an der Grenze zu den USA eingetroffen sein. Videos in den Sozialen Medien zeigen größere Gruppen von MigrantInnen an dem Grenzzaun in der Stadt Tijuana im Nordwesten von Mexiko. Der größte Teil der als Karawane bezeichneten Flüchtlingsgruppe befindet sich immer noch rund 2.000 km von der Grenze entfernt, in der Nähe der mexikanischen Stadt Guadalajara (Link).

Unter den Flüchtlingen der ersten Kolonne, die nun die Grenze erreicht hat, soll sich auch eine größere Gruppe von schwulen, lesbischen, bisexuellen und Transgender-Flüchtlingen befinden, die in den USA politisches Asyl beantragen wollen, da sie in ihren Heimatländern aufgrund ihrer sexuellen Identität verfolgt werden.

US-Präsident Trump, der die MigrantInnen als gefährlich und als Invasoren bezeichnete, hat in den vergangenen Wochen rund 5.000 Soldaten zum Schutz der US-Grenze entsandt. Schätzungen gehen davon aus, dass dadurch Kosten von rund 200.000 Millionen Dollar entstanden sind (Link).

Zur Zeit sollen zudem die Grenzzäune und Grenzübergänge weiter verstärkt werden. Dazu werden unter anderem Stacheldraht, Barrikaden und Zäune errichtet. Zudem bereitet sich die Grenzpolizei CBP nach eigenen Aussagen mit gemeinsamen Trainings zusammen mit dem US-Militär auf die Ankunft größeren Gruppen von Flüchtlingen an der Grenze vor.