Um mehr als 20.000 SoldatInnen soll die Bundeswehr in den nächsten Jahren wachsen. Doch bereits jetzt finden sich nicht genug freiwillige und taugliche BewerberInnen.

Der Plan zur Aufstockung der Bundeswehr ist laut Zeitungsberichten von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nochmals nach oben korrigiert worden. Die bisherige Planung zur Vergrößerung der Bundeswehr sah vor, 15.000 zusätzliche SoldatInnen bis zum Jahr 2024 einzustellen, nun sollen es bis zum Jahr 2025 rund 20.000 neu zu besetzende Stellen sein (Link).

Mit den zusätzlichen 5.000 Stellen sollen die bei der Bundeswehr verpflichteten Reservistenpositionen um 1.000 Stellen steigen und 4.000 zusätzliche Berufs- und ZeitsoldatInnen eingestellt werden. Damit würde die sich Gesamtgröße der Bundeswehr auf 203.000 Stellen erhöhen.

Die zusätzlichen Stellen seien vor allem für drei Aufgabenfelder vorgesehen: Dazu gehören die größeren Aufgaben der Bundeswehr in der schnellen Eingreiftruppe der NATO, der Ausbau des Bereichs elektronische Kriegsführung und gemeinsame militärische Projekte im Rahmen der „Ständigen strukturierten Zusammenarbeit“ (PESCO) mit dem dafür beschlossenen gemeinsamen Hauptquartier, das Deutschland führend mit aufbauen wird.

Schwierigkeiten dürften der Bundeswehr vor allem fehlende BewerberInnen machen. Bereits jetzt schafft es die Bundeswehr nicht, genügend Interessierte für offene Stellen zu finden. Dies gilt insbesondere für die hochqualifizierten Arbeitsplätze, hier sind die Jobs in der Wirtschaft deutlich attraktiver als bei der Truppe. Auch großangelegte Werbekampagnen scheinen das Nachwuchsproblem bisher nicht lösen zu können.