Am Dienstag wurden die Anwesen von zwei Männern in der Gemeinde Pleß im Unterallgäu durchsucht. Dabei fand die Polizei Sprengstoff, Schusswaffen und Munition. Einer der Männer ist Anton Keller, der 60 Jahre alte Landwirt und ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde. Keller wurde 2014 von der rechtsgerichteten CSU zur Bürgermeisterwahl nominiert.

Der andere Mann, ein 50-Jähriger und Nachbar des Bürgermeisters, sei laut Polizei „dem Dritten Reich sehr zugewandt“.

Das Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei fand bei der Razzia Sprengstoff, Schusswaffen und Munition. „Demnach stellten die Fahnder 20 Pistolen und Gewehre, eine Armbrust, über 300 Schuss Munition sowie drei Kilo Schwarzpulver sicher“, zitiert das Online-Portal Allgäu rechtsaußen die Allgäuer Zeitung.

Gegenwärtig ermittelt die Polizei aufgrund möglicher Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz. Anlass für den Einsatz war ein vorheriges Ermittlungsverfahren gegen den Nachbarn des Bürgermeisters aufgrund von häuslicher Gewalt. Ob auch wegen staatsgefährdender Absichten ermittelt wird, ist nicht bekannt geworden.