Sie sind rechts und werden per Haftbefehl gesucht – doch sind nicht auffindbar. Die Zahl untergetauchter Faschisten bleibt auch in diesem Jahr weiterhin hoch. Seit 2014 hat sich die Zahl fast verdoppelt.

Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Links-Fraktion hervor, über welche die NOZ berichtete. Demnach sind aktuell 467 faschistische Straftäter auf freiem Fuß, obwohl sie gesucht werden. Das sind etwas mehr als im März 2018 (457) und etwas weniger als im September 2017 (501).

Im Vergleich zum Jahr 2014 hat sich die Anzahl jedoch fast verdoppelt. Damals waren noch 253 rechte Straftäter auf freiem Fuß. Die Statistik zeichnet solche Haftbefehle seit 2008 auf. Damals waren am Jahresende lediglich zwei offen.

Unter den Gesuchten gilt mehr als jeder Vierte als gewalttätig. Wegen eines politischen Delikts wurden 108 der Verdächtigen gesucht. Insgesamt registrierte die Polizei 605 Fahndungen. Dies liegt daran, dass gegen eine Person auch mehrere Haftbefehle vorliegen können. Bei den allermeisten Haftbefehlen handelt es sich um die Vollstreckung eines Urteils, meist einer Geld- oder Freiheitsstrafe.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich aktuell 32 Personen im Ausland befinden. Das bedeutet, dass der Großteil innerhalb Deutschlands untergetaucht ist und Strukturen bestehen, um das Leben der Faschisten im Untergrund zu sichern.