Es muss ausgesprochen werden, es muss beim Namen genannt werden: Das ist Terror! – Ein Kommentar von Yusuf Özkan

In der Silvesternacht hat ein 50Jähriger in Bottrop und Essen mit seinem PKW Jagd auf Geflüchtete gemacht. In Bottrop wurden dabei vier Menschen teils schwer verletzt. Dazu gab es keine Eilmeldung und die Presse schreibt maximal von einem „Anschlag“. Doch meiner Meinung nach ist genau das ebenfalls Terror!

Nachdem der Essener Fahrer versuchte, Menschen an einer Bushaltestelle in Essen (Schlossstraße) zu überfahren und damit scheiterte, fuhr er nach Bottrop. Dort fuhr er gezielt auf eine Person zu, die sich nur knapp retten konnte. Danach begab sich der Fahrer in die Bottroper Innenstadt (Berliner Platz), wo es ihm gelang, eine Gruppe von Menschen zu erfassen. Unter ihnen einige mit afghanischen und syrischen Pässen, die nun teils schwer verletzt im Krankenhaus liegen. Nachdem das Fahrzeug von der Polizei festgesetzt und während der Fahrer verhaftet wurde, äußerte er sich in rassistischer Weise. Die Polizei spricht mittlerweile von vier Tatorten. Ein organisiertes Konzert der Stadt wurde vom Bürgermeister abgesagt.

Betrachten wir nun den Umgang mit diesem Vorfall kritisch, so können wir feststellen:
– Die Berichterstattung erfolgt erst viele Stunden später.
– Es gab keine Eilmeldungen, obwohl der Fahrer längere Zeit eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte.
– Die Polizei und die Presse sprechen von einer „psychischer Erkrankung“ des Täters.
– Das Wort „Terroranschlag“ wird nirgendwo aufgegriffen.

Wir können sehen, dass hier anscheinend wieder einmal andere Maßstäbe gelten. Diese werden von der herrschenden Schicht definiert und von ihrer bürgerlichen Presse verbreitet. Sie entscheiden was „Terror“ ist und was als „Amoklauf“ eines Einzeltäters deklariert wird.
Ein weiteres Beispiel dafür, wie Meinungsmache funktioniert.

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