Am gestrigen Samstag war der bundesweite Aktionstag für bezahlbaren Wohnraum. In großen und kleinen Städten Deutschlands sowie vereinzelt in ganz Europa haben sich Menschen zahlreich zum Protest zusammengefunden.

Die größte Demonstration fand in Berlin statt, dort haben 40.000 Menschen demonstriert. Im Rahmen der Demonstration kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Polizei, bei der mehrere DemonstrantInnen körperliche Gewalt erfahren haben. Sie hatten ein leerstehendes Ladenlokal besetzt, um auf den Misserfolg der Wohnungsmarktpolitik aufmerksam zu machen.

Das Bündnis #besetzenberlin berichtet, dass von seiten der Polizei für eine der Besetzungen inzwischen eine wohnungslose Person verantwortlich gemacht wird. Noch heute soll die Person einem Haftrichter vorgeführt werden, der Vorwurf sei zweifacher tätlicher Angriff.

In Stuttgart fand die Demo unter dem Motto #DruckImKessel statt. Dort waren 4.000 Menschen auf der Straße. Wie auch andernorts prangerten die Redebeiträge und Parolen den Widerspruch zwischen Leerstand und Luxussanierung auf der einen Seite und Wohnungsnot der Menschen auf der anderen an.

Bundesweit hatten die demonstrierenden Menschen ähnliche Forderungen. Allen voran: Bezahlbarer Wohnraum, auch in den Städten. Dafür stellten sie sich ganz klar gegen Luxussanierungen und forderten eine verschärfte Gesetzeslage, die eben solche und die damit einhergehende Vertreibung von Mietenden verhindert. Auch die zunehmende Kriminalisierung von Wohnungslosigkeit und Vertreibung von Schlafplätzen waren Thema und Demonstrierende solidarisierten sich mit den Betroffenen.