Am Mittwoch, den 29. Mai gab es in Nürnberg einen bayernweiten Streik der H&M-ArbeiterInnen. Mehr als 400 Menschen streikten dort für mehr Lohn und bessere Ausbildungsvergütungen.

Aus Nürnberg, Erlangen, Würzburg, Schweinfurt, Bamberg und München sind am Mittwoch mehr als 400 ArbeiterInnen von H&M in Nürnberg zusammengekommen um zu streiken. In den Tarifverhandlungen im Einzel- und Versandhandel sind laut ver.di enttäuschende Ergebnisse zustande gebracht worden. Deshalb haben die Menschen angefangen, für mehr Stundenlohn, eine höhere Ausbildungsvergütung und Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge zu streiken .

Die schlechten Bedingungen der H&M-VerkäuferInnen

Konkret forderten sie einen Euro mehr Gehalt in der Stunde und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro im Monat. In einer Pressemitteilung wollten sie auch auf Filialschließung, Personalabbau, gesundheitsschädliche Flexibilisierung und schlechte Personalführung aufmerksam machen. Ver.di bezeichnet die betrieblichen Vorgänge im H&M-Konzern als Existenzvernichtung, da nach Filialschließungen die ArbeiterInnen nicht in anderen Filialen weiter beschäftigt werden.

Im Einzel- und Versandhandel arbeiten rund 535.000 ArbeiterInnen, davon sind 300.000 vom neuen Tarifvertrag betroffen, der am 14. Mai angeboten wurde. Er besagt, dass es ab dem 1. Mai 2019 eine Entgelderhöhung von 1,5% gibt und im Jahr 2020 eine weitere Erhöhung um 1%. Die Forderung nach einer Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge wurde abgelehnt. Das wollen sich die ArbeiterInnen nicht gefallen lassen.

H&M auch in Indonesien bestreikt

Auch in Indonesien, in Jakarta, streikten 450 NäherInnen vom 30. April bis 3. Mai. Dort soll eine H&M-Fabrik geschlossen werden.