Das bedeutendste deutsche Geldhaus, die „Deutsche Bank“ plant, ein Fünftel ihrer Stellen abzubauen. Noch in dieser Woche könnte der Plan zur Umstrukturierung der Bank vom Aufsichtsrat verabschiedet werden.

Bereits auf der Hauptversammlung Ende Mai hatte Bankchef Christian Sewing Kürzungen angekündigt: „Wir sind zu harten Einschnitten bereit. Wir werden die Transformation beschleunigen.“

Ein bedeutender Teil dieser „Transformation“ soll offenbar der größte Arbeitsplatzabbau in der Geschichte der Bank sein. Erst Ende April war die geplante Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank gescheitert, da sie nicht genug Profit versprach. Nun soll ein massiver Arbeitsplatzabbau das Unternehmen wieder auf Gewinnkurs bringen.

Commerzbank und Deutsche Bank beenden Fusionspläne – sie versprechen nicht genug Profit

Nach Informationen des Handelsblatt könnten 15.000 bis 20.000 MitarbeiterInnen betroffen sein. Das ist rund ein Fünftel der insgesamt 91.500 MitarbeiterInnen. Der Abbau könnte wohl über Jahre gestreckt werden. Vor allem das Unternehmens- und Investmentbanking stehen vor einem massiven Umbau.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bank rund 7.000 Stellen gestrichen. Die Integration der Bonner Tochter Postbank soll noch einmal knapp 2.000 MitarbeiterInnen den Job kosten.