Chelsea Manning wurde 2013 für schuldig befunden, an der Enthüllungsplattform Wikileaks mitgewirkt zu haben. Ihre 35-jährige Haftstrafe konnte sie frühzeitig verlassen. Seit Mai 2019 befand sie sich in Beugehaft in Virginia, nach einem Selbstmordversuch erlässt das Gericht die Haft.

Rund sieben Jahre saß die Whistleblowerin Chelasea Manning im Gefängnis, weil sie zehntausende Militär-Dokumente über den Krieg der USA im Irak und Afghanistan an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weiter gegeben hatte. 2017 erließ der damalige US-Präsident Barack Obama ihr einen Großteil der 35-jährigen Gefängnisstrafe.

Im März 2019 weigerte sie sich, weitere Aussagen vor Geschworenen zu Julian Assange und Wikileaks zu machen. Das Gericht ordnete eine Beugehaft an. Diese Haft ergänzte das Gericht mit einer täglichen Geldstrafe von 500 Dollar, die es ab August auf 1.000 Dollar täglich erhöhte. Inzwischen beträgt die Summe der Forderungen 250.000 Dollar.

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Schwerer Schlag für die Pressefreiheit

Manning, eine trans-Frau, musste ihre Haft in einem männlichen Gefängnis verbringen. Die Nachricht, dass ihre Beugehaft beendet sei, erreichte die Öffentlichkeit kurz nach ihrem Selbstmordversuch. Mannings AnwältInnen bestätigten den Vorfall, sie sei seit Mittwoch im Krankenhaus und müsse sich erholen.