Das „National Hurricane Center“ nutzt das uns bekannte lateinische Alphabet, um die Anfangsbuchstaben für Namen von Wirbelstürmen festzulegen. Doch in diesem Jahr gab es bereits jetzt so viele, dass sich der Nationale Wetterdienst gezwungen sah, Namen aus dem griechischen Alphabet zu verwenden.

Am Freitag vergangener Woche wurde ein tropischer Sturm etwas mehr als 600 Meilen westlich der Kapverdischen Inseln vom amerikanischen National Hurricane Center auf den Namen „Wilfred“ getauft.

Wilfred war der letzte Nachname auf der diesjährigen Liste der 21 Namen, die für Wirbelstürme genutzt werden. Die Buchstaben Q, U, X, Y und Z verwenden das Hurrikanzentrum und auch die Weltwetterbehörde WMO nicht, da nicht genügend Namen beider Geschlechter für diese Buchstaben zur Verfügung stünden.

Um zusätzliche Stürme zu benennen, wird nun das griechische Alphabet heran gezogen.

Dies ist bisher nur einmal vorgekommen, seit das National Hurricane Center 1953 mit der Benennung von Stürmen begann: 2005 musste es 6 Buchstaben des griechischen Alphabets für eine Rekordzahl von Stürmen verwenden.

Alpha und Beta

Kurz nach Wilfred bildete sich am gleichen Freitag etwa 75 Meilen vor Lissabon, Portugal, der subtropische Sturm, nun benannt mit „Alpha“. Später am Freitagnachmittag wurde der Tropical Storm nach seiner Verstärkung über dem westlichen Golf von Mexiko mit „Beta“ benannt.

„Die Hurrikansaison 2020 im Atlantik bricht weiterhin Rekord für Rekord“, erklärte der CNN-Meteorologe Taylor Ward. „Es ist das erste Mal in modernen Aufzeichnungen, dass drei Stürme innerhalb von 24 Stunden benannt wurden und diese drei alle innerhalb von sechs Stunden benannt wurden.“


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