Gegen eine AfD-Veranstaltung in Henstedt-Ulzburg demonstrierten rund 260 Menschen. Nach Ende der Veranstaltung kam es zu Auseinandersetzungen, bei denen ein Autofahrer seinen Wagen auf eine Antifaschistin steuerte. Auf die Reaktion der linken Demonstrant:innen folgte ein Warnschuss der Polizei.

Zwei Proteste hatten am gestrigen Samstag das Ziel, eine Veranstaltung der AfD zu stören, zu der auch Jörg Meuthen geladen war: Einmal eine angemeldete Demonstration mit rund 200 Teilnehmer:innen, zu denen auch die „Omas gegen Rechts“ zählten. Daneben gab es auch einen spontanen Protest von Antifaschist:innen, die versuchten, die Anreise der AfDler:innen zu stören.

Nachdem die Veranstaltung am frühen Abend endete, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen AfD-Anhänger:innen und Antifaschist:innen. Währenddessen steuerte ein Mann, den Augenzeug:innen als Nazi identifizierten, sein Auto auf eine Antifaschistin. Er verletzte sie dabei schwer, sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Auf diesen Angriff hin setzten sich die Antifaschist:innen zur Wehr. Die Polizei berichtet von „Aggressionsdelikten gegenüber Beteiligten und Polizeibeamten“. Diese hätten einen Polizisten dazu veranlasst, einen Schuss in die Luft abzugeben.

„Verkehrsunfall“

Die Polizei spricht von diesem Vorfall als „Verkehrsunfall“. Gegen den Fahrer ermittelt sie wegen „gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“. Nach einer Befragung konnte er die Polizeidienststelle wieder verlassen.


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