Die Nachfrage nach Taxifahrer:innen ist abhängig davon, dass Menschen zu Restaurants, Cafés, Kulturveranstaltungen und Terminen fahren. All diese Anlässe fallen weg und für die direkt betroffenen Branchen gibt es Hilfsgelder. Bei Taxiunternehmen sieht das anders aus: 80.000 der 250.000 Jobs könnten wegfallen.

Der „Bundesverband Taxi und Mietwagen“ wandte sich deshalb in einem Brief an Wirtschaftsminister Altmaier und Finanzminister Scholz. Aktuell umfasst dieser Verein rund 55.000 Firmen und 250.000 Arbeitsplätze. Der Verband fürchtet, dass sich diese Zahlen stark verringern könnten, denn die Branche sei stark von den Pandemie-Maßnahmen betroffen.

Die Hilfen, die es gibt, schlagen in der Taxibranche aus verschiedenen Gründen nicht durch. Für die Überbrückungshilfe würden die Kosten zur Fahrzeugfinanzierung beispielsweise nicht anerkannt. Dabei seien diese Kosten maßgebliche Faktoren im Taxigewerbe.

Auch die Struktur der Unternehmen erschwere es, auf die Hilfen zugreifen zu können. Viele Taxibetriebe sind Klein- und Kleinstunternehmen, in denen auch die Eigentümer:innen selbst Taxi fahren. Der sogenannte „Unternehmerlohn“, also das Geld, was ein:e Unternehmensbesitzer:in sich selbst auszahlt, würde in den Hilfen ebenfalls nicht berücksichtigt.

Auch die Novemberhilfen sind nicht auf Taxibetriebe ausgerichtet. Diese Unterstützungsgelder richten sich an direkt betroffene Branchen wie die Gastronomie, denen Einkünfte wegen behördlicher Maßnahmen fehlen.


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