Von Holz bis zu elektronischen Teilen und Schrauben: bereits im April wurde das Material für das Handwerks- und Baugewerbe immer knapper und die Preise stiegen an. Schon da begannen Geschäftsleitungen mit Hamsterkäufen, um betriebsfähig zu bleiben.

Seit Monaten gibt es in der Handwerks- und Baubranche massive Liefer-Engpässe und Ressourcenknappheit. Im April beklagten noch ’nur‘ 45 Prozent der Industriefirmen Engpässe und Probleme bei der Lieferung, im Juli waren es bereits 63,8 Prozent. Das machte nun eine „ifo-Umfrage“ deutlich. Das ifo-Institut ist das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Besonders betroffen sind die Elektro- und Autoindustrie. In der Elektroindustrie sind 84,4 Prozent leidtragend, in der Auto- und Zulieferer-Industrie sind 83,4 Prozent betroffen.

Ressourcenmangel im Baugewerbe und Handwerk

Gleichzeitig gibt es einen großen Bau-Boom, dem nicht nachgekommen werden kann. Es kommen bereits erste Warnungen vor Krisen, besonders im Wohnungsbau und Ausbau. Die Versorgung mit Rohstoffen soll auch in den nächsten Monaten weiter knapp bleiben.

Die Ressourcen-Knappheit hat aktuell lange Wartezeiten für Kund:innen und höhere Preise zufolge. Sollten die Rohstoffpreise allerdings weiter steigen und Dienstleistungen nicht erbracht werden können, hätte das noch  weitaus schlimmere Folgen für viele kleine Handwerksbetriebe : sie könnten sich schlicht und einfach dann nicht ‚mehr über Wasser‘ halten. Die Leidtragenden werden also auch hier einmal mehr die kleinen Betriebe und Arbeiter:innen sein, die um ihren Job und ihre Existenz bangen müssen.


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