Neue Klimamodelle zeigen, dass sich aufgrund der Klimaerwärmung die Raten des Niederschlags in der Arktis erhöhen werden. Beispiellose Umweltveränderungen werden vor allem den Nordpol treffen.

Die Arktis ist der Teil der Erde, der sich am schnellsten erwärmt. Daher wird erwartet, dass sich der Meer-Eisverlust bis zum Jahr 2100 weiter verstärken und die Änderungen im Wasserkreislauf noch größer und schneller ausfallen werden. Laut einer Studie aus dem Fachjournal Nature Communications wird die globale Erwärmung dafür sorgen, dass sich die Arktis von einer schnee- zu einer regendomminierten Region im Sommer und Herbst verwandeln wird.

Diese Prognosen wurden schon früher aufgestellt, nun sollen sie Jahrzehnte eher eintreten. Ausgehend von den Daten wird damit gerechnet, dass dieser Effekt auch unterhalb einer 1,5°C-Erderwärmung stattfinden wird.

Die Niederschläge sollen in der Arktis im 21. Jahrhundert zwischen dreißig und sechzig Prozent zunehmen, so die Forscher:innen in der Studie. Der vermehrte Niederschlag resultiert aus einer feuchteren Arktis: Stärkere Verdunstung durch Meer-Eisverlust und mäßigere Lufttemperaturen, die die Fähigkeit der Atmosphäre erhöhen, Feuchtigkeit zu transportieren.

Dies könnte einen Einfluss auf die Massenbilanz des grönländischen Eisschildes haben und den globalen Meeresspiegel weiter beeinflussen. Zudem ist davon auszugehen, dass sich die örtliche Tierwelt nicht schnell genug an die veränderten Umweltbedingungen anpassen wird.

In der Arktis selbst soll es in unterschiedlichen Regionen und zu verschiedenen Jahreszeiten bemerkbar werden, dass es im Herbst mehr regnen als schneien wird. Selbst ein energischer Kampf gegen die Erderwärmung soll diesen Trend nicht vollständig aufhalten können.


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