Japan bereitet sich weiter auf Krieg mit China vor. Munitions- und Waffenlager sollen in Zukunft näher an möglichen Kriegsschauplätzen liegen und die USA planen die Stationierung von Eingreiftruppen im Süden des Landes.

Die Vorbereitungen für einen möglichen Krieg in Ostasien gehen weiter. Laut japanischen Medienberichten wollen die USA in der kommenden Zeit schnelle militärische Eingreiftruppen im Süden Japans stationieren. Das sei eine Reaktion auf zunehmende chinesische Militäroperationen im Ostchinesischen Meer.

Das „Marine Littoral Regiment“ solle in Japans Inselpräfektur Okinawa entstehen. Sie umfasst mehrere, von der japanischen Hauptinsel abgelegene Inselgruppen im Südwesten. Ihre südwestlichste Insel liegt nur knapp 125 Kilometer von Taiwan entfernt. In Okinawa ist bisher der größte Teil der US-amerikanischen Truppen im Land stationiert.

Der japanische Imperialismus sucht angesichts bevorstehender Konflikte mit China verstärkte militärische Zusammenarbeit mit den USA. So trifft sich der japanische Regierungschef Fumio Kishida kommenden Freitag mit US-Präsident Joe Biden in Washington.

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Als weiteren Schritt erwägt das Land die Einrichtung mehrerer Munitions- und Waffenlager auf Inseln vor China. So sollen im Falle eines Krieges die Nachschublinien aufrecht erhalten werden können. 70 Prozent der bestehenden Munitionslager befänden sich auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido, die mehr als 2000 Kilometer von den japanischen Inseln im Ostchinesischen Meer entfernt ist.

Japan führt damit seine neue Ausrichtung in der Außenpolitik fort. Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Regierung massive Aufrüstung angekündigt. So soll der Verteidigungshaushalt bis 2027 auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung verdoppelt werden. In einem kürzlich beschlossenen Strategiepapier wurde China als „die größte strategische Herausforderung“ seit dem Zweiten Weltkrieg beschrieben.


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