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Donnerstag, Juli 25, 2024
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    Wird „Project 42“ Musks Privathaus? – US-Behörden ermitteln gegen Tesla wegen Veruntreuung

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    Elon Musk lässt mit Firmengeldern ein extravagantes Glashauses bauen. Soll es sein privater Wohnsitz werden? Das wäre möglicherweise Illegal. Mittlerweile finden deshalb Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen der Veruntreuung von Geldern statt.

    Sowohl die US-Bundesstaatsanwaltschaft als auch die Börsenaufsichtsbehörde SEC haben Ermittlungen gegen Tesla eingeleitet. Dies berichtete das Wall Street Journal mit Verweis auf anonyme, mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Es geht dabei um Teslas geheimes „Project 42“, den Bau eines geräumigen Glasgebäudes in der Nähe des Tesla Hauptsitzes in Austin, Texas.

    Die Staatsanwaltschaft prüfe, wie viel Tesla für das Projekt ausgegeben habe, welchen Zweck das Glashaus erfüllen solle und ob Teslas Konzernchef und reichster Mensch der Welt, Elon Musk, persönliche Vorteile aus dem Projekt gezogen habe. Eine zivile Ermittlung der SEC suche nach ähnlichen Informationen.

    Baut Musk mit Firmengelder sein Privathaus?

    Die Pläne von „Project 42“ änderten sich laut der internen Quellen der Zeitung im Laufe der Zeit: Während manche Renderings das Gebäude in Form eines verdrehten Sechsecks mit einer Tesla-Fabrik im Hintergrund zeigten, sei in anderen Darstellungen eine Glasbox mit einem Wohnraum, Betten, Bädern und einer Küche zu sehen.

    Auch ein Museum soll laut Spekulationen der Arbeiter:innen zu einem Zeitpunkt Teil der Pläne gewesen sein. Es wird deshalb vermutet, dass es sich möglicherweise um ein Privathaus von Musk handeln könnte. Die Verwendung von Firmengeldern für private Zwecke wäre aber möglicherweise illegal.

    Bereits im Juli berichtete das Wall Street Journal von einer internen Untersuchung des Projekts seitens des Tesla-Vorstandes. Ausgelöst wurde sie durch eine mehrere Millionen US-Dollar teure Bestellung spezieller Glasscheiben. Der Vorstand habe herausfinden wollen, wie viel Zeit Teslas Arbeiter:innen für das Projekt aufwandten, ob Firmengelder missbraucht wurden und welche Rolle Musk dabei gespielt habe, so die Quellen des Wall Street Journals. Die Zeitung hatte jedoch keine Informationen über den Ausgang der Untersuchungen und darüber, ob die Glasscheiben tatsächlich geliefert wurden.

    Auch Ermittlungen gegen Musk weil Teslas nicht so weit fahren wie beworben

    Das „Project 42“ und die Tesla Fabrik sind derweil nicht die einzigen Bauprojekte, die Musk in Texas betreibt. So plant er unter anderem in Bastrop Country eine eigene – von ihm als „Utopie“ bezeichnete – Stadt zu errichten. Dass Texas in den Fokus von Musks ausgefallenen Investitionen geraten ist, könnte daran liegen, dass der US-Staat keine zusätzliche Einkommenssteuer und keine Wertzuwachsteuer erhebt. Ganz im Gegensatz zu Kalifornien, Teslas früherem Hauptsitz – diesen US-Staat hatte Musk als Land der „Überregulation“ bezeichnet.

    Nicht nur bei Bauprojekten droht Musk juristischer Ärger. Darüber hinaus sind die Reichweite von Teslas elektronischen Fahrzeugen – sie soll geringer sein, als von Tesla behauptet – ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen. Die Ermittlungen der Behörden seien noch in einem frühen Stadium und führen möglicherweise nicht zu einer formalen Anklage. Weder Tesla noch die SEC und die Staatsanwaltschaft haben Aussagen zu den Ermittlungen gemacht.

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