Solidaritätskampagne für die wegen des G20-Gipfels in Untersuchungshaft Sitzenden gestartet.

„Während der Protesttage wurden unzählige Menschen von der Polizei verletzt, hunderte Aktivist*nnen in Gewahrsam oder festgenommen. 36 von ihnen sitzen immer noch in Untersuchungshaft, viele von ihnen Genoss*innen, die aus anderen Ländern nach Hamburg gekommen sind, um gegen den G20-Gipfel zu protestieren.“, so heißt es in dem Solidaritätsaufruf der Antirepressionsorganisation „Rote Hilfe e.V.“ zur aktuellen Antirepressionskampagne für die Gefangenen der Gipfelproteste während des G20-Gipfels im Juli in Hamburg.

36 DemonstrantInnen sitzen nach wie vor in Hamburg in Untersuchungshaft. Unter ihnen großteils AktivistInnen, die aus anderen Ländern nach Hamburg gereist sind, um hier gegen das Treffen der G20-Staatschefs zu protestieren. Hunderte DemonstrantInnen waren während der Gipfeltage in Polizeigewahrsam genommen und über Tage ohne richterliche Anordnung eingesperrt worden. In rund der Hälfte der Fälle, in denen Untersuchungshaft verhängt wurde, konnte diese einem Haftprüfungsantrag nicht standhalten und musste aufgehoben werden.

Die Rote Hilfe e.V. ruft zur konkreten Unterstützung für die nach dem G20-Gipfel von Repression betroffenen AktivistInnen auf:

  • Geld sammeln und spenden für die Leute im Knast, für die anwaltliche Betreuung, für die anstehenden Strafverfahren, zur Unterstützung der Kampagne…
  • Infoveranstaltungen zu der Repression nach dem G20-Gipfel organisieren
  • Soli-Kneipen, Partys und Konzerte
  • Öffentlichkeitsarbeit (Plakate, Flyer, T-Shirts, etc.)
  • Kundgebungen und Demos
  • Unterstützung für die Angehörigen und Freund*innen organisieren
  • Briefe schreiben