Laut einer Studie an der Berliner Humboldt Universität zahlen in deutschen Großstädten 8,6 Millionen Menschen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ihrer Wohnung – das sind 40 Prozent aller Haushalte.

Laut der Erhebung führt eine Mietbelastung über 30 Prozent des Einkommens zu erschwerten Lebensbedingungen: 1,3 Millionen Haushalten verbleibt nach dem Bezahlen der Miete nur noch ein Resteinkommen, das unter den Hartz IV-Regelsätzen liegt. Menschen, deren Gehälter an der Armutsgrenze liegen, zahlen durchschnittlich sogar mehr als 40% ihres Einkommens für die Miete.

Bei hohen Einkommen liegt dieser Wert bei nur 17%. Die Studie zeigt auch auf, dass Menschen mit geringem Einkommen weniger Wohnfläche pro Kopf haben und in schlechter möblierten Wohnungen leben müssen.

In 10 Großstädten liegt die Belastungsquote für Mietwohnungen über dem deutschen Medianwert von 27 %. In Großstädten wie Hamburg oder Düsseldorf, aber auch in kleineren Städten wie Bonn oder in wirtschaftlich schwachen Städten wie Offenbach oder Bremerhaven wird dieser Wert überstiegen. In Bonn übersteigt die Mietbelastung die 30 Prozent, in Köln liegt die Belastung bei 29% und auch in Hamburg noch bei 28,6%.